Mad World

Original und Cover

Ein absoluter Klassiker aus dem Jahr 1982 von Tears for Fears und dazu noch das gelungene Cover aus dem Jahr 2002 von Gary Jules.

Die Original-Version ist flotter als die Cover-Version unterwegs, wobei ich sagen muss, dass die Cover-Version in diesem Fall am besten die Stimmung aus dem Lied wiedergibt. Ich gebe aber zu, dass es im hippen 1982 wohl dann ein eher kurzer Erfolg oder sogar zum Flop geworden wäre.

Ich interpretiere das Lied für mich wie folgt:  Das Lied spiegelt die Gefühlswelt vom Protagonisten wieder, der sich völlig hoffnungslos und desillusioniert mit den konventionellen Überzeugungen, Gewohnheiten und Problemen seiner Umgebung konfrontiert sieht.
Er beobachtet seine Außenwelt, die sich stereotypisch devot und gefügig bzw. völlig angepasst verhält und so das Leben wie ein gehirnloses oder fremdprogrammiertes Wesen durchschreitet. Das „Vertraute“ um ihm herum, lässt ihn so immer einsamer werden.
Ein krasser Widerspruch vielleicht, wobei eine reale Einsamkeit hier für ihn wohlmöglich erholsamer wäre. Für ihn ist das Leben nichts lebenswert, wenn man sich an Regeln und Muster der Gesellschaft halten muss und nicht als freier Denker unkonventionell und kreativ leben und akzeptiert werden darf.
Auf dem Weg zum eigenen Ich, gelangt er an einen Punkt zum Ausbruch bzw. der ihn vor die Wahl zum Depressiv werden oder zu einem gesunden Selbstbewusstsein stellt. Der folgende Satz sagt genau das entscheidende aus:

via GIPHY

Und ich finde es irgendwie lustig, ich finde es irgendwie traurig,
Die Träume, in denen ich sterbe, sind die besten, die ich je hatte.

Das sagt schon alles aus …

Das Lied hatte in diesem Sinne schon viel Aussagekraft und noch heute können sich sicherlich viele darin wiederentdecken.

Mad World by Tears For Fears

Mad World – Gary Jules

 

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