Hundescheiße auf den Gehwegen in Varel

Oder warum die Stadt Varel noch immer nicht gelernt hat

Geht es um das Thema Beratungsresistent, konnte sich die Stadt Varel vor vielen Jahren noch dazu gesellen. Ob es sich auch heute noch so verhält, wird sich zeigen.



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Auf dem Weg zu meiner Ärztin musste ich durch die Fußgängerzone, durch die Innenstadt, gehen. Hierbei musste ich mich „sportlich“ betätigen, da vor mir schon wohl so einige andere Fußgänger eine braune Spur und quer über den ganzen Weg gezogen hatten. Diese „braune Spur“ wollte ich meinerseits natürlich nicht noch groß erweitern.

Hundekot ist nach wie vor ein Problem in Varel und in der Innenstadt. Das stelle ich immer und immer wieder an vielen Ecken in Varel und in der näheren Umgebung fest. Dabei stellt Hundekot eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit dar (und schließlich scheiße ich ja auch nicht auf die Straße).

Gefährdung durch Hundekot

Ich erspare mir jetzt einmal, Vareler Bilder von diesen „ekeligen braunen Scheißhaufen“ (nein Antifa, packt eure Keulen ein, es sind, keine Nazis in Varel unterwegs), um meine Feststellungen zu untermauern. Aber sind es in der Tat auf einem Kilometer Laufweg etliche Haufen, denen man ausweichen muss (sofern man es noch rechtzeitig und gerade im Dunklen, erkennt; wohlgemerkt). Besonders schlimm auf dem Fußweg von der Haferkampstraße in Richtung Bahnhof, den ich regelmäßig einmal laufen musste, als ich damals einige Jahre noch mit der Bahn fuhr.

 

Die meisten Hundehalter, ich kenne da auch sehr viele, verhalten sich aber vorbildlich; das muss ich hier auch ehrlich und offen zur Ehrenrettung dieser sagen.

Es gibt ja auch genügend Beispiele.


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Und noch eines, um es zu verdeutlichen:

Der Hund kann ja nichts dafür, wenn er muss, aber die Deppen von Besitzern eben, wenn sie nicht dafür sorgen können, dass der Hund da machen kann und soll, wo es passt bzw. oder die Hinterlassenschaften dann entsprechen entsorgen, damit sie nicht mehr andere stören. Manch ein Hund hätte da sicherlich nur so etwas als Antwort für seine Besitzer übrig:


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Persönliche Erlebnisse mit rabiaten Hundehaltern hatte ich in der Vergangenheit (es sind schon viele Jahre her) auch schon.

Kurzer Ausflug in die Vergangenheit:

Hier hatte ich einmal einen Mann und eine Frau auf der Straße angesprochen, welche ihren Hund auf einer öffentlichen Rasenfläche haben abkoten (der städtische angestellte Gärtner freut sich sicherlich anschließend, wenn beim Rasenmähen die Scheiße nur so um seinen Kopf umherfliegt) lassen. Diese beiden „Befürworter von öffentliche Häufchen“ meinten wohl im Halbdunklen „unbeobachtet“ gewesen zu sein, da sie recht schnell weggingen, aber mich dann überraschend erblickten und dann natürlich auch verdutzt anschauten.
Ich bat die Frau (welche den Hund an der Leine hatte) höflich, dass sie doch noch die Hinterlassenschaften von ihrem kleinen „Scheisserle“ beseitigen möge. Ohne eine Antwort zu bekommen, bedrohte mich ihr Mann nun plötzlich. Er sagte, dass er mich jetzt wohl eher anzeigen wolle und zwar „wegen sexueller Belästigung einer Frau“. Seine „Frau“ (oder war sie es nicht und ich hatte ein untreues Pärchen erwischt) fing daher schon verbal an, mich anzukeifen. Da ich allein bei diesen Verrückten und ohne Zeugen war, stand ich natürlich ein wenig im Abseits und ging daher weiter.
Erst später dann, erfuhr ich, warum die  sich ihrer Sache wohl so sicher waren. Es handelte sich um eine Dame und ein Herr aus einem öffentlichen Amt aus einer mir gut bekannten Stadt. Diese hätten durch ihre Connections damals sicherlich auch die besseren Karten gehabt. Da erkannte ich, warum mir diese Gesichter von diesem Psychopathen-Paar damals schon gleich so bekannt vorkamen.

Diesen „Rächer“ hätte ich damals sonst sicherlich gut gebrauchen können:

 

Nun aber zurück in die Gegenwart:

Heute fiel mir daher etwas wieder ein, was ich eigentlich schon so gut wie vergessen hatte. Aber warum rede ich noch großartig. Hier habe ich einen kleinen Auszug (würde sonst zu lang werden, wenn ich alles nehmen würde) aus meinen Email-Verkehr. Dieser fand damals im Jahr 2004 u. a. mit der Stadt Frankfurt, der Stadt Varel und der Nordwest-Zeitung statt. Natürlich habe ich aus datenschutzrechtlichen und anderen Gründen, die Adressen, Telefonnummern o. ä. mittels  XXXXX verfremdet.

Vorweg und kurz zum besseren Verständnis:

Die Stadt Frankfurt hatte in den Jahren bis 2004 massive Probleme mit Hundekot (gerade vor Geschäften). Durch entfernte Verwandtschaft in Frankfurt wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass sich immer mehr Unternehmer über diese ekeligen Hinterlassenschaften vor ihren Geschäften beschweren würden. Die Stadt Frankfurt (bzw. einige Vertreter von ihnen) hatte glücklicherweise reagiert und dann eine Kampagne „Auf Schritt und Tritt“ entwickelt, welche das Problem gewaltig danach in den Griff bekam. Diese Kampagne wurde auch überregional bekannt, so dass ich damals auch davon erfuhr.

Ich nahm daraufhin Kontakt mit der Stadt Frankfurt auf und konnte einen sehr netten und auch sehr kompetenten Ansprechpartner von dieser Kampagne gewinnen. Dieser erklärte sich aufgrund meiner Anfrage auch als Ansprechpartner für die Stadt Varel bereit. Ich informierte daraufhin erwartungsvoll die Nordwest-Zeitung und die Stadt Varel. Die Antworten oder Reaktionen darauf waren für mich dann eher als ernüchternd zu sehen. Aber wohl auch verständlich, wenn ich überlege, dass es scheinbar bislang ja auch kaum jemanden in Varel ernsthaft interessiert hatte.

Mir tun da immer nur die Hundehalter leid, die sich wirklich vorbildlich um die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner kümmern und sich vermutlich auch über die anderen, die es nicht tun, ärgern und von Hundehassern dann angefeindet werden. Das ist dann wirklich nicht mehr schön.

Eher negativ zu bewerten:

Die Stadt Varel hielt es offenbar nicht für nötig, mir weiter zum Thema zu antworten.

Die Nordwest-Zeitung war wohl nicht weiter an dem Thema interessiert.

Sehr positiv:

Von der Stadt Frankfurt hatte ich einen kompetenten Ansprechpartner und Verantwortlichen gewonnen, für den sich bei der Stadt Varel damals aber keiner interessierte. Nun ja, ist ja nicht gerade positiv zu bewerten, wenn andere freiwillig ggf. und dann noch mit besserem Wissen sich an einer Sache beteiligen wollen, wofür normal  eigentlich andere bezahlt werden.

So, hier nun die Auszüge, welche den Verlauf widerspiegeln.  Der vollständige Verlauf und weitere Emails liegen mir natürlich vor. Fakt ist aber, dass die Stadt Varel und die Nordwest-Zeitung mir Gegenüber kein weiteres Interesse zeigten. Ein Grund für mich seit damals auch, warum ich viele geschriebene Leserbriefe als nicht erfolgreich sehe, wenn diese dann doch nicht (oder auch in der einen oder anderen Art woanders nicht) veröffentlicht werden.



Von: Andreas Busch [XXXXX]
Gesendet: Donnerstag, 1. März 2007 09:17
An: ‚XXXXX@nordwest-zeitung.de
Betreff: Flyer „Hunde in der Stadt Varel“

Sehr geehrter Herr XXXXX

Heute (im Jahre 2007) schrieben sie im Teil des Gemeinnützigen über das neue Merkblatt „Hunde in der Stadt Varel“. Interessantweise möchte ich darauf hinweisen, dass ich mich dsbzgl. aus eigener Initiative und Erlebnissen schon 2004 an die Stadt Varel gewandt hatte. Damals hatte ich dafür einen sehr netten Ansprechpartner (Herr XXXXX) von der Stadt Frankfurt (diese waren Vorreiter in Sachen Hundekot auf der Straße) gewinnen dürfen. Warum aber erst über 2 Jahre vergehen müssen, um einen einfachen Flyer (dessen Inhalt ich im Moment noch nicht mal kenne) zu entwickeln, ist mir ein Rätsel..! Aber vielleicht lesen Sie mal selbst meinen Mailverkehr mit der Stadt Frankfurt, Varel (beides in Auszügen) sowie der NWZ(!) weiter unten. Da ich keinen denunzieren möchte, habe ich den Namen und die Mailadresse des Sachbearbeiters der Stadt Varel unkenntlich gemacht.

Grundsätzlich würde ich aber meinen, dass sich das Problem Hundehaufen durch einen Flyer zukünftig nicht unbedingt verbessern wird.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Busch

________________________________________
Von: XXXXX [mailto:XXXXX@stadt-frankfurt.de]
Gesendet: Donnerstag, 18. März 2004 08:43
An: ‚XXXXX@t-online.de‘
Betreff: AW: Hundekot

Sehr geehrter Herr Busch,

leider kann ich Ihnen auch keine Musterlösung für das Problem der Verschmutzung durch Hundehaufen bieten. Sicher hat sich die Situation in Frankfurt seit Einführung und Durchsetzung der Bußgelder für Verschmutzungen ( http://www.frankfurt.de/sis/sis/detail.php?id=38881 ) an vielen Punkten gebessert. Auch viele Hundehalter wurden durch die massive Öffentlichkeitsarbeit sensibilisiert und sammeln die Hinterlassenschaften ihrer Hunde mittlerweile ein. Aber leider gibt es gerade unter den Hundebesitzern auch Unbelehrbare – das von Ihnen erwähnte Hundesteuer-Argument ist mir nur zu gut bekannt.

Letztendlich ist es der soziale Druck und Kontrolle, der Hundebesitzer dazu veranlasst, hinter ihren Tieren aufzuräumen. Insofern kann ich Sie zu ihrem beherzten Einschreiten nur beglückwünschen.

Falls Vertreter Ihrer Kommune Interesse an der Umsetzung unserer Kampagne haben, stehe ich geren für Rückfragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

XXXXX

Stadt Frankfurt am Main
– Der Magistrat –
Stabsstelle Sauberes Frankfurt
Sandgasse 6
60311 Frankfurt am Main
XXXXX
http://www.sauberes-frankfurt.de

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: Ordnungsamt [mailto:xxxxxxx@varel.de]
Gesendet: Dienstag, 23. März 2004 15:22
An: XXXXX@t-online.de
Betreff: email vom 14.03.2004

Sehr geehrter Herr Busch,

hiermit bestätige ich den Eingang Ihrer email. Ich komme zu
gegebener Zeit auf Ihre Anregungen zurück.

Mit freundlichem Gruß

xxxxxx

________________________________________
Von: Redaktion Varel [mailto:XXXXX@nordwest-zeitung.de]
Gesendet: Mittwoch, 24. März 2004 12:05
An: Andreas Busch
Betreff: Ihre e-mail

Sehr geehrter Herr Busch,

vielen Dank für Ihre e-mail. Von einer Veröffentlichung möchten wir jedoch absehen.

Mit freundlichen Grüßen

Redaktion Varel

Nordwest Zeitung
Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Schloßstraße 7
26316 Varel

________________________________________
Von: HXXXXX [mailto:XXXXX@stadt-frankfurt.de]
Gesendet: Donnerstag, 25. März 2004 08:44
An: ‚XXXXX@t-online.de‘
Betreff: AW: Hundekot

Sehr geehrter Herr Busch,

natürlich können Sie unsere Kampagne gerne als Beispiel anführen.

Einen Ansprechpartner bei einer Zeitung kann ich Ihnen leider nicht nennen. Das liegt daran, dass hier meines Wissens bisher nicht speziell über Hundekot-Verunreinigungen diskutiert wurde. Hundekot war eben immer nur ein Element unserer Kampagne für mehr Sauberkeit. Zwar löste das Bußgeld für Hundekot auf Seiten der Hundehalter die stärksten Reaktionen aus, dem steht jedoch eine breite Akzeptanz der Bußgelder in der gesamten Bürgerschaft gegenüber.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

XXXXX

Stadt Frankfurt am Main
– Der Magistrat –
Stabsstelle Sauberes Frankfurt
Sandgasse 6
60311 Frankfurt am Main

http://www.sauberes-frankfurt.de

Da ich nach einem Jahr noch immer keine Antwort von der Stadt Varel erhielt, schrieb ich an die Stadt Varel abermals…..

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: xxxxxx [mailto:xxxxx@varel.de]
Gesendet: Donnerstag, 15. September 2005 09:54
An: XXXXX
Betreff: Hundekot und Pflichten

Sehr geehrter Herr Busch,

vielen Dank für Ihre Email. Ich habe Herrn XXXXX von der Stadt
Frankfurt gebeten mir den Flyer zuzusenden. Nach Erhalt des Flyers
wird die Stadt Varel prüfen inwieweit der Inhalt in Varel umgesetzt
werden kann.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrage

xxxxx

Stadt Varel
Ordnungsamt xxxx
Tel.: xxxx
Fax: xxx
e-mail: xxxxxx@varel.de


Nach Rückfrage, inwieweit die Umsetzung erfolgt war, erhielt ich keine Antwort mehr und ich gab es auf…..


Kleines Update zum Thema:

Natürlich könnte man jetzt nach eigener Recherche gegenargumentieren, dass die Stadt Frankfurt seit 3 Jahren wieder Probleme hat, aber das liegt wohl offensichtlich mehr an der falschen Politik, welche sich dort auch nach vielen Jahren geändert hat. Die Alten gibt es nicht mehr und vieles hat sich natürlich in den fast letzten 15 Jahren verändert. Zudem bin ich mir sicher, dass man unbequeme Politiker und Bedienstete auch zwangsversetzt hat. Querulanten in den eigenen Reihen, mit trotzdem guten Ideen, werden eben nicht immer gern gesehen.

 

Aber die Stadt Frankfurt kapituliert nicht vor den Hundehaufen, sondern eher wegen der falschen Ausgabepolitik, welche viele andere Städte ja auch schon seit Jahren haben. Man braucht ja nur zu schauen, welche Parteien und welche Vertreter davon, die Schalthebel der Macht bedienen dürfen, um vieles verstehen zu können.


Kurzum: Wer heute über und durch die Straßen der Stadt Varel läuft, sollte gut die Wege beobachten. Falls sich dann wieder Häufchen zeigen sollten, worüber man sich ärgert, könnte man ja dann wieder darüber nachdenken, dass da schon mal einer war, der das Thema angesprochen und publik machen wollte…


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