Zeitzeugen für die Bombennacht von 1941 gesucht – Die Bombentrichter in Winkelsheide (Varel)

Wer kann sich noch an die Bombennacht vom 16. Januar über Winkelsheide erinnern?

In Winkelsheide gibt es noch aus dem letzten Weltkrieg mehrere Bombentrichter, die je nach Wetterlage übervoll mit  Wasser gefüllt sind. Leider gibt es kaum Aufzeichnungen darüber, an welchem Tag sie genau entstanden sind und wie viele Opfer an dem Tag zu beklagen waren. Vermutungen gehen vom 16. Januar 1941 aus, als Wilhelmshaven den stärksten Bombenangriff erleben durfte. Daher werden nun Zeitzeugen aus Winkelsheide und der näheren Umgebung gesucht, die näheres über die Entstehung dieser Krater mitteilen oder auch nur eine Datums-Bestätigung  geben könnten.

Die ehemaligen Bombentrichter sind besonders heute gut von der Straße „Großer Winkelsheidermoorweg“ aus zu sehen.

Hier in der Luftaufnahme (für technisch versierte Profis: Das Bild wurde mittels einer modernen Na-SA-Drohne, Model 0815, mit VGA-HD-Cam und 45″ Projektil geschossen) ist beispielsweise der (aus dem Bombentrichter) entstandene Natursee „Winkelsheider Loch“ gut zu erkennen, da er neben einer Durchgangs-Straße liegt:

Luftaufnahme vom Winkelsheider Loch
Luftaufnahme vom Winkelsheider Loch

Der Durchmesser beträgt inzwischen 150 Meter, welcher durch Erosionen jährlich um weitere 10 cm zu den Seiten hin anwächst.

Der See in Winkelsheide ist in den Sommermonaten (durch seine direkte Anbindung zu einer bekannten Durchgangs-Straße), oft ein beliebtes Ausflugsparadies im Vareler Umkreis und bietet neben Badegästen, auch naturverliebten Anglern enorm viel Freude. Städtischen Züchtern gelang es mittlerweile beispielsweise, den selten gewordenen Wagner-Steinteerfisch hier auszusetzen und zu beheimaten. In den Wintermonaten bietet der See aber auch Kindern zum Schlittschuhlaufen sehr viel Platz. Der örtliche Winkelsheider Eishockey-Verein „Puck, komm raus“ veranstaltet hier z. B. auch das jährliche friesländische Eishockey-Turnier.

Wer mehr zu den Winkelsheider Bombentrichtern und deren Geschichte beitragen kann, der möge sich bitte hier auf dieser Seite melden. Ansonsten bitte diesen Beitrag auch in den sozialen Netzwerken teilen, weil es sicherlich auch viele ehemalige Bewohner geben mag, die inzwischen aus Winkelsheide weggezogen sind.

Alle weitergehenden Informationen werden an freundliche Bearbeiterinnen persönlich weitergeleitet und diskret zu einem persönlichen Gespräch nach Winkelsheide eingeladen.

Es ist geplant, alle Informationen zu sammeln und eine mehrteilige Sonderausgabe über „Die Bombennacht über Winkelsheide“ in die Nordwest-Zeitung zu bringen.

Vielen Dank.


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