Was mir mittlerweile echt auf den Senkel geht sind

die vielen Berichte so einiger deutscher Journalisten

Morgens mit den Nachrichten höre ich was von den s. g. „Rechten“. Dann Mittags noch mal kurz was von den „Linken“ und abends vor dem Zubettgehen wieder was von den“ Rechten“. Mir kommt es so vor, als ob es zwischen diesen ganzen Rechts, Links und Rechts gar nichts mehr sonst und schon gar nicht in der Mitte, in den Nachrichten geben kann. Die Mitte ist in der Öffentlichkeit gar nicht mehr vorhanden. Oft sind es die gleichen Kanäle, welche in die Richtungen „Entweder“, „Oder“ posaunen. Die wenigen unabhängigen, seriösen und guten Journalisten hört man nur noch nachts, auf Randkanälen (wenn überhaupt) oder in den Tageszeitungen als Kommentar eines einzelnen (um nicht auch die restliche Leserschaft zu verlieren) Journalisten. Ein gutes Beispiel durfte ich heute in der Nordwest-Zeitung hier lesen. Ein echt guter und passender Kommentar, da es sich genau so verhält (auch wenn es ein paar Leser immer noch nicht begreifen wollen). Insofern auch mit der passenden Meinung unterlegt. Selten genug und daher mein Appell an andere:

Liebe Journalisten: Macht doch einfach mal die Arbeit, was m. E. gute Journalisten kennzeichnet. Diese recherchieren Quellen, bewerten Informationen und machen daraus dann Nachrichten für die Öffentlichkeit.

Wenn es um Gewalt oder ähnliches geht, wo gegen Gesetze verstoßen werden, wo andere zu Schaden kommen, dann sprecht es doch mal so aus: Sprecht endlich von kriminellen Banden, Tätern usw.. Die Rechten oder Linken, über die ihr immer so berichten wollt, sind einfach nur Kriminelle, Dumme, Naive (oder wie auch immer) und bestimmt keine Rechten oder Linken. Ihr werft diese kriminellen Horden und Dummköpfe mit allen normalen Bürgern und Kritikern zusammen in einen Topf. Das ist Journalismus der untersten Grotte. Wo holt ihr eure Informationen nur her? Aus dem Netz? Wartet ihr solange am Computer, bis der erste bei Facebook die „heiße Story“ für euch verspricht? Hechelt ihr gleich, sobald ihr nur was von „Rechten Mob“, „Linker Aufstand“ hört? Ich bin mir aufgrund eigener Kenntnisse mehr als sicher, dass diese s. g. Rechten oder auch Linken keinesfalls die Rechten oder Linken sind, was ihr den Bürgern vielleicht so weismachen möchtet.

Warum bezieht keiner Stellung zu Texten wie „Ich ramm’ die Messerklinge in die Journalisten-Fresse“ von KIZ am Montag beim Konzert in Chemnitz? Nur weil es der Steinmeier „empfohlen“ hatte? Was wäre wohl passiert, wenn es „Neo-Nazis“ gesungen hätten und dann ein Bundespräsident es „empfohlen“ hätte? Denkt einmal darüber nach. Das ist kritischer Journalismus, den ich erwarten würde. Das ist das, was ich meine. Aber so, passt vieles für mich nicht mehr zusammen.

Noch einmal zum Mitschreiben. Die s. g. realen „Rechten“ und „Linken“ sitzen ganz woanders und halten die Fäden in der Hand. Das sind die, die wirtschaftlich und politisch alles lenken. Aber bestimmt stehen sie nicht aus Langeweile auf der Straße, demonstrieren und randalieren. Diese Leute, welche man in den Medien auf Bildern präsentiert bekommt, sind nur das Werkzeug anderer. Würdet ihr über diese „anderen“ berichten, würde vieles ganz anders aussehen.

Verdammt noch mal, tut endlich eure Pflicht und zeigt mit dem Finger dorthin, wo es richtig wäre. Mit dem Finger auf die, welche diese Horden (nützlichen Idioten) in Gang gesetzt haben. Legt den Finger endlich in die Wunde. Aber das traut ihr euch nicht, weil ihr ganz genau wisst, über wen ihr dann berichten müsstet. Und nein, es sind nicht die Merkels & Co. allein. Es geht noch höher und die Bevölkerung trägt hier ein erheblichen Teil Mitschuld daran. Aber selbst über das, wollt ihr nicht berichten, weil ihr Angst habt. Angst um euren Job, Angst vor der Reputation in der Öffentlichkeit. Ein Journalist mit schlechtem Ruf? Der könnte seinen Job auch lieber gleich an den Nagel hängen.

Der Journalismus verkommt immer mehr. Mein Appell gilt daher den letzten Ehrlichen und Guten. Redet endlich Klartext. Sprecht so darüber und so klar, dass es keine Zweifel mehr geben kann. Sprecht auch das Unbequeme, die Ursachen, aus. Zeigt die Fakten ohne irgendeinen politischen vorgegebenen Ehrenkodex, oder auch diesen hier oder einer gesellschaftlichen Agenda. Sprecht daher auch über die s. g. „Minderheiten“ oder Gäste unter uns. Es befinden sich auch, oh Wunder, auch Kriminelle darunter. Diese Zahlen werden immer mehr und da reicht die Manipulation der Statistik nicht mehr aus. Es gibt keine Ausrede bei Kriminellen. Mir ist es scheißegal, ob einer Schwarz, Grün, Rot, Gelb oder Ultraviolett ist. Wenn er kriminell ist, ist er kriminell und sollte nicht anders behandelt werden, basta. Keine Ausreden mehr. Ansonsten lasst es bleiben, denn bezahlte und fremdmanipulierte Schmierfinken und Arschkriecher gibt es bei den Journalisten genügend.

Schon auch mal überlegt, warum die Verlage sinkende Auflagen verzeichnen dürfen? Nein, nicht allein wegen dem Internet und weil die Nachrichten sich dort in Windeseile verbreiten dürfen. Ich selbst frage mich manchmal, worüber die Nordwest-Zeitung so schreibt bzw. nicht schreibt. Und ja, von einem „Maulwurf“ weiß ich auch, wie, was und wann man nicht über gut zahlende Werbekunden negative Nachrichten schreiben darf. Wer nicht mitmacht, fliegt aus seinem Job, das erkennt man ja auch hier in der Zeile:

…Das deutsche Denunziantentum kriecht aus seinen Löchern. Da werden Menschen mit politisch abweichender Meinung beim Arbeitgeber angeschwärzt, wird Entlassung gefordert….

Ein großes Problem, gerade auch im Journalismus. Daher ehrenvoll, dass der o. a. Autor hier so offen davon schreiben darf. Aber von einem guten Journalismus erwarte ich eben ernsthafte Neutralität, Fakten und Aufklärung und keine Mutmaßungen, betretendes Schweigen oder politisch korrektes Sprechdeutsch, nur um anderen zu gefallen, es allen gerecht zu machen, den Mainstream gefällig zu sein, dem zahlenden Kunden zu gefallen; also um es einfach auszudrücken: nirgends anzuecken. Insofern betrachte ich mittlerweile so einige Journalisten (so ein Beispiel wurde in dem Artikel ja auch angesprochen) einfach nur als die Stiefellecker der Wirtschaft und Politik, welche die Fähnchen nach dem Wind dieser hängen.

Nein, wir stehen weiß Gott nicht vor dem Jahr 1933, aber wir stehen in der Summe betrachtend,  in einer ähnlichen Konstellation kurz davor.

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1 Antwort auf „Was mir mittlerweile echt auf den Senkel geht sind“

  1. Habe das soeben auch bei einem Video von nuoviso gesehen; man sollte nicht glauben, was diese sogenannten „linken bands“ öffentlich auf Bühnen so von sich geben dürfen, und zigtausende Vollverblödete im Publikum gröhlen das noch mit.
    Das ist keinem Journalisten eine Zeile wert. Na immerhin die von nuoviso haben einen Film drüber gemacht.

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