Viele Deutsche sparen zu wenig

Wie die Nordwest-Zeitung berichtete:

30 Prozent der rund 2000 Befragten gaben an, finanziell nicht für die Zukunft vorzusorgen – deutlich mehr als in früheren Jahren.

https://www.nwzonline.de/wirtschaft/viele-deutsche-sparen-zu-wenig_a_19,0,2847625484.html

Leider wurde entgegen meiner Absprache mein  Leserbrief aus dem Kontext gerissen bzw. nur unvollständig in der Zeitung wiedergegeben. Hier daher der eingereichte Originaltext, welcher heute noch eine gewisse Aktualität besitzt:

Fast 30 Prozent können sich die private Altersvorsorge nicht mehr leisten. Betont wird das von denjenigen, welche den privaten Gesellschaften (z. B. Sparkassen) nahestehen. So ist es nicht verwunderlich, dass z. B. auch der Namensgeber der s. g. „Riester-Rente“ Walter Riester geschäftliche Verbindungen u. a. zum AWD pflegt.

Es ist natürlich einfach zu sagen, dass eine soziale Ungerechtigkeit gegeben ist. Aus dem weiteren Kontext geht es aber nicht um die Forderung nach höheren Löhnen (oder Anpassung der gesetzlichen Rente) sondern um einen verschlüsselten Appell an den Staat, die private Versorgung weiter voranzutreiben. Der Schrei nach Subventionen für die „stets gebeutelte Finanzwirtschaft“ ist zu erkennen.

Korrekt wäre es spätestens jetzt von anderer Seite zu hinterfragen, wo denn die 700 Milliarden  aus der Rentenkasse verblieben sind.

http://www.stern.de/politik/deutschland/rentenkasse–politiker-bedienen-sich-und-lassen-andere-die-zeche-zahlen-7348362.html

Die Renten-Kasse wurde immer und immer wieder für sachfremde Leistungen geplündert. Stattdessen werden immer nur Phrasen wiederholt, dass die private Vorsorge von besonderer Bedeutung ist und es auch bleiben soll.

Die gesetzliche Rente kann sicher bleiben (sie hat ja schon 2 Weltkriege und die Währungsreform überstanden), solange sie nicht weiter von den Regierungen kastriert wird, damit andere sich vom Geld der Rentner die Taschen weiter füllen können.

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