Angela Merkel trifft „Hollywood“

Angela Merkel trifft „Hollywood“

Wenn es so weiter gehen mag und auch noch andere Promis sich dazu gesellen dürfen, sicherlich.

Scheinbar ist es ja modern und gewollt, dass prominente Schauspieler, Sänger usw. immer mehr in der aktuellen Politik mitmischen dürfen. Einfache Bürger wie die bekannte „Kodderschnauze Klein-Erna“ vom Hamburger Fischmarkt darf das nicht. Sie würde auch nie einen Termin bekommen, wäre ohnehin zu „frech“, müsste schon vor ihrem Auftritt zensiert werden. Selbst wenn sie eine einfache Lösung zur Weltpolitik in den Händen halten würde, wäre sie noch uninteressant. Wer ist denn auch schon Klein-Erna..?

Nein, der naive Wähler braucht solche Geschichten der modernen Verdummungs- und Glitzerwelt und das geht am besten mit prominenten Selbstdarstellern.

Ich frage mich daher, wie lange es wirklich noch dauern wird, bis die ersten Regierungsvertreter im Dschungelcamp einziehen, Debatten daraus übertragen werden oder vielleicht auch ein Herr Altmaier bei „Politiker sucht Bauer“ auftreten kann und eine Conchita Wurst im Bundestag über Gendergerechtigkeit sprechen darf. Wichtig ist nur, dass am Ende die Quote stimmt und die Zuschauer bzw. Fans sich mit ihren Helden identifizieren dürfen. Wenn ein Richard Gere oder George Clooney die Angela toll finden und sie sogar „besuchen“ kommen, muss ja wahres dran sein; die würden da ja sonst nicht hingehen wollen. Yeah, die kann man dann ja nur wählen.

Auslöser für diesen Artikel war diese Schlagzeile:

Angela Merkel trifft Richard Gere

https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/boulevard_nt/article161937098/Angela-Merkel-trifft-Richard-Gere.html

Und hier noch das passende Youtube-Video dazu:

 

Ich finde es sehr merkwürdig, dass die amerikanischen Schauspieler so hofiert werden, wie es sonst nur bei offiziellen politischen Repräsentanten üblich ist. Dabei sprechen sie teilweise auch noch über „nationale Themen“, als ob sie selber die Weisheit mit Löffeln gefressen hätten. Die meisten Schauspieler haben wenig bis null Ahnung über die Verhältnisse in diesem Land und können sich auch nicht in die Not von anderen Menschen hineinversetzen. Wer -zig Millionen auf dem Konto hat, kann immer gut reden. Würde ich vielleicht auch machen.

Wer oder was kommt also als nächstes? Der Terminator? Also Arnold Schwarzenegger, der über Kriegseinsätze in Syrien reden möchte oder Charlie Sheen, der über gleichberechtigte und traditionelle Hausfrauen oder generell den Feminismus sprechen möchte? Vielleicht möchte man ja auch mit den „Ghostbusters“ sprechen, die einem erklären können, wie man die braune und rote Soße von den Straßen für immer und endgültig einfangen kann.

 

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