Grundwasser (nicht nur in Norddeutschland) ist stark belastet

Die „Medikamente“ kommen jetzt dafür direkt aus dem Wasserhahn

Laut Wikipedia ist das Trinkwasser in Deutschland „das am intensivsten kontrollierte Lebensmittel“.

Das hatte ich bislang auch immer gedacht. Bislang, bis ich mich ein wenig mehr damit beschäftigte.

Durch neue Berichte, kann ich mich mit der Aussage auf Wikipedia nicht mehr so ohne weiteres identifizieren.  Denn auf der Seite bei Wikipedia ist auch weiteres zu lesen und zwar, dass für viele Schadstoffe noch keine Grenzwertfestlegungen existieren. Bitte den folgenden Satz daher genau lesen und wirken lassen:

Grenzwerte legt (in Deutschland) die Trinkwasserverordnung fest, doch für viele Schadstoffe existieren noch keine Grenzwertfestlegungen.

Das macht doch stutzig, oder nicht? Ist es nicht paradox, wenn auf der einen Seite das deutsche Trinkwasser das am intensivsten kontrollierte Lebensmittel sein soll, aber auf der anderen Seite keine Grenzwertfestlegungen für viele Schadstoffe  existieren? Ich meine ja.

Doch dem kann man noch einen draufsetzen.

Es gibt noch keine Grenzwertfestlegungen für Schadstoffe? Das ist ja schon schlimm genug, aber noch schlimmer ist ja, wie kommen diese Stoffe da erst hinein und warum stoppt man diese Kontaminierung des Grundwassers nicht?

In dem u. a. Youtube-Video wird dieses Thema u. a. mit erwähnt. Natürlich ein Witz, wenn man nun weiß, dass für viele Schadstoffe keine Grenzwerte existieren.  Es werden ein bis drei Schadstoffe untersucht, während für 1.000 bekannte Schadstoffe keine Grenzwertefestlegungen existieren und damit eben auch nicht kontrolliert werden müssen.

 

Trinkwasser ist zwar das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland, doch es gibt auch besorgniserregende Fakten: Experten messen immer häufiger zu hohe Schadstoffwerte im Grundwasser. Mal findet sich krebserregendes Nitrat, mal giftige Pestizide oder Medikamentenrückstände – und die Liste wird immer länger. Noch sind es vertretbare Mengen, aber die EU mahnt bereits an, dass die Wasserqualität hierzulande zu wünschen übrig lässt. Mehr Infos unter: www.ndr.de/45Min

Medikamente werden nur teilweise bis gar nicht in den Kläranlagen abgebaut. Angiotensin-Rezeptorblocker gehören beispielsweise zu den letzteren. Das sind Arzneistoffe, die u. a. zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt werden und durch bisherige Reinigungsverfahren nicht entfernt werden können.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2017/10/17/sartane-im-trinkwasser

Es ist ein Skandal. Nicht nur dass durch die Gülle das Nitrat im Trinkwasser immer weiter steigt und Umweltgifte wie z. B. Glyphosat das Trinkwasser ebenso vergiften, jetzt sind es auch noch die Medikamente die das deutsche Trinkwasser immer mehr in Gefahr bringen bzw. es ja schon längst gebracht haben.

Dass man nicht mal mehr den (angeblich) gesunden Mineralwässern immer vertrauen darf, diese teilweise sogar noch höher als das Leitungswasser belastet sind, lässt sich hier finden:

https://www.oekotest.de/essen-trinken/105-Stille-Mineralwaesser-im-Test_98002_1.html

https://www.foodwatch.org/de/informieren/uran-im-wasser/2-minuten-info/

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/plastikflaschen-und-pestizide-welches-wasser-ist-gesund-a-983383.html

https://www.welt.de/wirtschaft/article157350973/Mineralwasser-selten-besser-als-Leitungswasser.html

Natürlich spielen bei den Mineralwässern auch andere Gründe (wie z. B. das Material der Flasche, der Abfüllbedingungen etc.) eine Rolle.

Es ist eigentlich unglaublich. Den Bürger vernebelt man die Gefahren von Schadstoffen im Trinkwasser mit „Grenzwerten, die man nicht kennt“ und daher ja auch nicht publizieren muss. Denn wenn es keine Grenzwerte für Schadstoffe gibt, dann kann es ja am Ende auch nichts gefährliches sein bzw. braucht nicht weiter beachtet werden.

Das wachsende und bekannt gemachte Wissen um die Medikamentenrückstände, Umweltgifte wie Glyphosat und das Nitrat macht mich immer mehr nachdenklich und stellt mir ebenso die Frage, warum hier nichts weiter passiert und wir uns immer weiter vergiften lassen. Gerade Kinder, Schwangere und kranke Menschen werden am meisten darunter leiden.

Nochmals. Wir brauchen keine Grenzwerte, wir müssen gegen die Verursacher etwas tun. Wir müssen nicht die Symptome bekämpfen, sondern die Verursacher bzw. die Ursache finden und diese dann bekämpfen.

Nur noch eine provokative Frage von mir zum Schluss:

Wer will mit diesem Wissen und mit Gewissheit sagen können, wie viele Krankheiten oder schon Todesfälle auf das Konto vom Wasserhahn gegangen sind oder noch gehen werden? Man überlege nur, dass die Diagnose Krebs auch immer öfter zu lesen bzw. zu hören ist, was nicht mehr nur allein vom Lebensstil her kommen kann, wenn z. B. auch immer mehr gesundlebende und sportliche Menschen davon betroffen sind .

Wir sollten hier nicht mehr länger schweigen und offen Fragen stellen. Gerade im Bezug zum Wikipedia-Artikel würde ich den Ausschnitt von oben  irgendwann am liebsten so dort lesen wollen:

Grenzwerte legt (in Deutschland) die Trinkwasserverordnung fest, für sämtliche  Schadstoffe existieren Grenzwertfestlegungen.

 

Weitergehende Infos, Links und Quellen:

https://www.nwzonline.de/suche?q=nitrat#/s=eyJxIjoibml0cmF0IiwicCI6MH0=

Unglaublich! Gefährliche Gülle und der Verbraucher soll zahlen? Krebs durch Nitrat im Trinkwasser!

https://www.wasserklinik.com/glyphosat-im-trinkwasser/

Es ist amtlich: Medikamente gegen Bluthochdruck gefährden unser Trinkwasser

Nitratbelastung in Friesland bislang kein Thema

Noch nicht, aber was heißt das schon. Wie lange bleibt es so. 3 Jahre? 5 Jahre? 10 Jahre? Welche Verpflichtung haben wir gegenüber unseren Kindern, Enkeln usw.? Was wollen wir ihnen hinterlassen?

https://www.nwzonline.de/oldenburg-kreis/politik/nitrat-beunruhigt-den-oowv-wasserverband-wegen-nitrat-sehr-beunruhigt_a_14,7,991206502.html

http://friebo.de/index.php/aktuell/varel-dangast/itemlist/tag/Grundwasser

 

 

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