Wenn Sie nicht möchten, dass der BND Ihre Metadaten speichert,

dann kann man ihn schriftlich dazu auffordern,

dass er damit aufhört.
Reporter ohne Grenzen haben ein Online-Tool vorgestellt, mit dem sich jeder gegen die Analyse seiner Telefon-Verbindungsdaten durch den Bundesnachrichtendienst (BND) juristisch wehren kann.

Ehrlich? So einfach ist das? Was sich gut anhört, gestaltet sich wohl in der Praxis eher schwieriger und ich bin lange genug „dabei“ gewesen, um zu wissen, dass es immer eine offizielle und eine inoffizielle Variante von Datenspeicherung und Verwertungen gibt. Aber na gut, will mal nicht so sein und stelle mich jetzt mal naiv und gutgläubig wie einige Bürger an.

Es geht um die s. g. Telemetrie-Daten, welche gesammelt wurden. Hier kann man nun mittels eines Online-Tool dem BND sagen, dass er dass nicht mehr tun soll.

Wer sagt mir denn, dass meine Daten später auch wirklich nicht gespeichert werden? Kann ich mich darauf verlassen? Wie kann ich das nachprüfen? Und werden die Daten dann vielleicht nur woanders gespeichert, da es ja um den BND geht und persönliche Datenrechte wohl eher „Schall und Rauch“ sind? Könnte es nicht auch sein, dass man sich damit nun erst recht interessant („…was der wohl zu verbergen hat..?“) macht?

Reporter ohne Grenzen haben das Prozedere nun in automatisiert. Im Formular des BND-Generators braucht ein Nutzer nur seine Kontaktdaten einzugeben. Der Generator schreibt und verschickt daraufhin automatisch eine entsprechende Mail an den Bundesnachrichtendienst, damit dieser die Daten zukünftig nicht mehr speichert.

Ich lach mich schlapp. Ist aber eh wurscht, da es ja noch andere Geheimdienste gibt, welche ja fleißig zusammen mit dem BND die Menschen überwachen. Steht also nur auf dem Papier, dass der BND nicht mehr speichern darf, andere dafür aber schon. Wie wohl die NSA auf so ein Tool reagieren würde..?

Mit dem Bitte Nicht Durchleuchten-Generator von Reporter ohne Grenzen (ROG) können Sie den Bundesnachrichtendienst (BND) auffordern, Ihre Telefonie-Metadaten nicht in der sogenannten VerAS-Datei speichern und verarbeiten zu lassen. Im Dezember hat ROG vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen den BND einen Prozess gewonnen wonach die Verarbeitung der Daten illegal ist. Hierauf können Sie sich nun berufen. Der BND erhält nur Ihren Namen und Ihre Postanschrift. Die E-Mail-Adresse benötigt Reporter ohne Grenzen, um Ihnen eine Bestätigung zu schicken – sie wird jedoch nicht an den Bundesnachrichtendienst weitergegeben. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der unten stehenden Datenschutzerklärung.

https://www.reporter-ohne-grenzen.de/bnd-generator/

Eine Antwort auf „Wenn Sie nicht möchten, dass der BND Ihre Metadaten speichert,“

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