Die “Gelben Engel” vom ADAC

Danke Herr Otten, Herr Taatjen!

Nun hatte es mich als Autofahrer und nach sehr vielen problemfreien Jahren, auch mal wieder erwischt. Mein alter (ansonsten sehr zuverlässiger) Diesel sprang nicht mehr an und machte klackernde Geräusche. An einem Sonntagabend, um 20:00 Uhr, wo ich normalerweise ganz woanders sein wollte. Kein Smartphone dabei, dafür zum Glück aber ein Festnetztelefon in der Nähe.

Im Display war nichts zu sehen, kein Hinweis, nicht. Die Elektrik funktionierte aber noch. Vollgestopft mit Elektronik war dieses Auto nicht in der Lage, mir mit einfachen Worten mitzuteilen, was ihm fehlte. Lediglich beim “Schlüssel umdrehen” klackerte es wie blöde und die Warnlämpchen leuchteten alle auf. Laut Handbuch war darüber nichts zu finden, während jedes Lämpchen genaustens beschrieben war.

Aber okay, japanische Autos sind nun mal anders, dachte ich mir. Als ADAC-Mitglied fummelte ich daher auch nicht mehr lange an dem Auto rum, sondern rief gleich den Pannendienst vom ADAC an. Eine freundliche Stimme nahm meinen Anruf an und teilte mir mit, dass es ca. 60 Minuten bis zu meinem Standort, welchen ich durchgegeben hatte, dauern würde.

Tatsächlich dauerte es etwas weniger als 60 Minuten bis der “Gelbe Engel” sich mir als ein rettender Lichtpunkt an diesem dunklen Herbstabend am Ende der Straße auftat. Meine Rettung nahte.

Er parkte direkt vor mir und stieg aus. Dieser Mensch, mit dem Namen Otten am Revers, war mir gleich sympathisch. Er hinterließ  schon vom Auftreten her einen kompetenten Eindruck. So stellte ich mir einen guten Mechaniker vor. Freundlich und mit einem Lächeln “alles wird gut” auf den Lippen, begann er auch gleich mit seiner Arbeit.

Wesentlich kurz verlief daher auch die erste Einschätzung und Diagnose von dem Experten. Die Batterie war hin. Er gab mir Starthilfe und der Diesel fing wieder gewohnt an “zu nageln und zu  tuckern”. Er hätte mir gern eine neue verkauft, doch hatte er zu diesem Zeitpunkt keiner vor an Bord. Also beschloss ich, mir eine am nächsten Tag aus der Werkstatt meines Vertrauens zu besorgen.

Ein paar Worte des Dankes und aktuellen Themen waren noch zu wechseln, während sein Computer für den Beleg seiner Arbeit tackerte und ich ihm noch etwas dabei zu trinken anbieten konnte, bevor er sich auf den Weg zum nächsten hilflosen Autofahrer machen durfte.

Das war wirklich kompetente, schnelle und freundliche Unterstützung. Diese Mitarbeiter vom ADAC tragen mit Recht den Titel “Gelber Engel”.  Schön das es diese Kombination heutzutage noch gibt!

Ich kann diesem Mitarbeiter (und seinen Kollegen) daher nur meinen Dank aussprechen und weiterhin gutes Gelingen wünschen. Millionen von Autofahrern brauchen sie. Die meisten merken es leider immer erst, wenn man sie einmal dringend benötigt, und diese sind es dann, die als erste am lautesten nach Hilfe schreien.

 

Update vom 14.10.2019:

Klar war, dass der gestrige Mitarbeiter mir zwar prima helfen, ich aber nur bis nach Hause fahren konnte. Es blieb mir ja auch nichts anderes übrig. Sonntags (und dann noch gerade abends) haben die Werkstätten allgemein geschlossen.

Nun wollte ich heute Morgen den Wagen starten, um bis zur Werkstatt damit fahren zu können und wieder (wie es zu erwarten war) versagte wieder der Start und das hässliche, klackernde Geräusch meldete sich dabei. Die nette Dame von der Werkstatt riet mir, wieder den ADAC zu rufen, damit sie mich zu der Werkstatt bringen könnten (sie selbst hatten genug zu tun, weil sie komplett ausgelastet waren).

Also musste ich wieder den Pannendienst vom ADAC rufen und wieder hatte ich eine ganz nette Mitarbeiterin am modernen Sprach- und Hörrohr meines elektronischen Apparates. Es war mir fast schon peinlich, innerhalb kurzer Zeit dort wieder anzurufen, aber ich musste auch feststellen, dass es manchmal so im Leben zugeht und man keine Auswahlmöglichkeiten für anderes hat.

Glück im Unglück, ich hatte mir für diese Woche Urlaub genommen. Natürlich hatte ich mir für meine freie Zeit etwas Besseres vorstellen können, aber was wäre gewesen, wenn ich jetzt vielleicht irgendwo einsam am Nordseestrand oder in den Bergen gestanden hätte. Dann ist mir das so (direkt vor der eigenen Haustür) immer noch lieber.

Diesmal dauerte es nur ein paar Minuten, bis der ADAC-Pannenhelfer erneut vor der Tür stand. Ein engagierter, junger und höflicher Mann. Auch er machte gleich einen tollen Eindruck, da er gleich die richtigen Fragen stellte und sofort sah, was los war. Ich war sein erster Kunde.

Er fragte mich, ob ich eine neue Batterie haben möchte, da er eine dabei hätte. Ich fackelte nicht lange und bejahte seine Frage. Warum mir noch mehr Stress machen und ich war ja auch froh über diese schnelle und kompetente Hilfe.

Gesagt, getan, die alte Batterie war schnell aus- und die neue Batterie schnell eingebaut. Gleichzeitig wechselte er noch ein Kabel vom “Marderschreck” bzw. dessen Anschlüsse aus, weil er sah, dass dieses ebenfalls schon einen Wackelkontakt hatte. Keine Selbstverständlichkeit. Test bestanden, wenn ich ein “Test-Unternehmen” gewesen wäre und den Mitarbeiter hätte testen wollen.

Nun kam die Stunde der Wahrheit. Siehe da, der Wagen startete damit wie am ersten Tag. Hier merkte ich, dass mein Diesel offenbar schon länger an einer schwächelnden Batterie gelitten haben musste, da ich den Wagen vorher bislang noch nie so schnell hatte starten können.

Kurz und gut, auch nach dieser zweiten Aktion war ich wieder froh, dass ich die Hilfe des ADAC in Anspruch nehmen konnte. Ich freute mich so sehr, dass ich dem Mitarbeiter auch noch einen Kaffee zum Trinken anbieten konnte, während er den unsäglichen Papierkram erledigen musste (weil ich ja auch noch die Rechnung für die neue Batterie bezahlen musste). Das ist für mich das Mindeste, was man einem Dienstleister am Ende als zufriedener Kunde anbieten sollte. Alles im Leben ist ein Geben und ein Nehmen, so meine Philosophie.

 

Also lieber ADAC, falls sie Mitarbeiter für Kompetenz und Freundlichkeit auszeichnen möchten, hier hätten sie schon einmal zwei passende Kandidaten.

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